Informationen zu Filmfestivals
Filmfestivals sind kulturelle Veranstaltungen, die periodisch stattfinden. Es werden die unterschiedlichsten Filme gezeigt, über sie diskutiert und von einer Jury oder auch dem Publikum beurteilt. Die Filme werden dann auch mit einem Filmpreis prämiert.
Die Filmfestivalgeschichte
Das erste Festival hat es im Jahr 1932 in Venedig gegeben. Mit dem Moscow International Film Festival im Jahr 1935 ist Moskau gefolgt. Die meisten der der Festivals des Films wurden in den 40er und 50er Jahren gegründet. Hierzu gehört unter anderem das Karlovy Vary Film Festival oder das Filmfestival von Locarno. Aber auch in Südamerika gibt es solche Veranstaltungen, mit dem Festival Internacional de Cine de Mar del Plata oder in Asien mit dem Kolkata Film Festival. Zu den weltweit wichtigsten Festivals gehören jene in Berlin, Venedig und Cannes. Die Preise dieser Festivals haben in der Filmwelt fast den gleichen Stellenwert erhalten, wie der Oscar. Zahlreiche der Veranstaltungen haben ihren Schwerpunkt bei der inhaltlichen Thematik eines Films oder werden nach dem Genre beurteilt.
Filmfestivals in Deutschland
Die Berlinale ist ein in Deutschland sehr bekanntes Filmfestival. Es handelt sich hier um ein internationales Festival, das jedes Jahr stattfindet. Es ist zudem eines der wichtigsten Filmfestivals der Welt und findet in Berlin seit 1951 statt. Hier geht es um die Spielfilme, die ausgezeichnet werden. Es gibt aber auch ein Kurzfilmfestival, nämlich die Internationalen Kurzfilmtage Oberhausen. Dieses ist im Jahr 1954 gegründet worden und gilt als das älteste Kurzfilmfestival. Seit 1952 findet das Internationale Filmfestival Mannheim-Heidelberg in Mannheim statt. Es ist ein Filmfestival in zwei Städten und eines der wichtigsten Filmfestivals für Autorenfilme der jungen Filmemacher. Das Filmfestival Leipzig findet seit 1955 statt und ist für Dokumentar- und Animationsfilme das bedeutendste Festival. Es gibt auch ein Festival des Films für skandinavische Filme außerhalb von Skandinavien und für Filme aus Schleswig-Holstein und dem Baltikum. Es sind die Nordischen Filmtage, die seit 1956 in Lübeck stattfinden.
Filmfestivals von 1960 bis jetzt
Neben den bereits genannten Filmfestivals gibt es noch viele weiter, die zwischen 1960 und 1989 gegründet worden sind. Hierzu gehöre unter anderem die Internationalen Hofer Filmtage, bei denen deutsche Produktionen und Filme aus Osteuropa dargestellt werden. Die FDJ-Studentenfilmtage von der Hochschule für Film und Fernsehen sind 1972 ins Leben gerufen worden. Allerdings gibt es diese seit der Wende nicht mehr. Im Jahr 1995 ist das Filmfest mit dem Namen „Sehsüchte“ wieder ins Leben getreten. Heute ist es in Europa das größte I Internationale Studentenfilmfestival und hat sich international renommiert. Ein noch sehr junges Filmfestival ist das „Fünf Seen Filmfestival“ es findet in Bayern statt und bezieht sich vor allem auch die Produktionen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Ebenfalls eines der jüngsten Filmfestivals ist das internationale Filmfestival „shnit“. Eigentliche wurde es 2003 in Bern gegründet, fand aber erstmals 2009 auch in Köln statt. Hier geht es um die Filme mit einer Länge von 15 Minuten.
Es gibt noch viele weitere Filmfestivals, die sicherlich teilweise bekannt, aber auch großteils unbekannt sind. In der Filmbranche aber sind die Festivals für die Produzenten immer wieder sehr wichtig, denn nur so können sie sich richtig zeigen und vielleicht dann auch den Sprung zu den bekanntesten unter den Produzenten machen.
Image: Vladimir Melnik – Fotolia
Mehr