Rundfunk – Informationen und Wissenswertes

Werden Informationen, wie Bilder, Text und Ton mittels elektromagnetischer Wellen übertragen, dann wird von Rundfunk gesprochen. Der Hörfunk und Fernsehen sind die natürlich die beiden Ausstrahlungsquellen für die Informationen. Im Grunde ist es jedem möglich, Rundfunksendungen zu empfangen, sofern diese nicht verschlüsselt sind. Den Begriff an sich hat Hans Bredow, der Radiopionier, im November 1919 geprägt.

Die drahtlose Telegrafie

Die Schöpfung des Wortes geht auf die drahtlose Telegrafie zurück, die im Grunde als Vorläufer für die digitale Übertragung gilt. Allerdings ist der Begriff auch kontextabhängig. So umfasst er beispielsweise in medieninhaltlichen Aussagen die Inhalte von Fernsehen und Radio. Allgemein umfasst er aber die Inhalte, die auf gleicher Weise in Echtzeit an die Rezipienten übertragen werden. Wird der Begriff im Technikkontext verwendet, dann umfasst er die Techniken, bei den elektromagnetische Wellen ausgestrahlt werden. Möglich ist es auch, dass die Rundfunkprogramme und Rundfunksendungen über das Internet empfangen werden. Demnach kommt der Begriff also auch in der Welt des Internets zur Sprache. Es sind dann nicht mehr nur Radio und Fernsehen, die als Übermittler von Rundfunk gelten. In der Bedeutung darf nicht geglaubt werden, dass die Sender immer über Antennen mit einer Rundstrahlcharakteristik verfügen müssen. Schließlich können die Informationen auch ohne ein Trägermedium verbreitet werden.

Das Gesetz und die Grundlagen

Der Rundfunk wird in Deutschland mit vielen Gesetzen geregelt. Eine der wichtigsten Grundlagen bildet der Rundfunkstaatsvertrag, der zwischen den deutschen Bundesländern abgeschlossen worden ist. Durch die Urteile vom Bundesverfassungsgericht werden die rundfunkrechtlichen Grundsätze entscheidend geprägt und auch konkretisiert. Das Rundfunkfunksystem in Deutschland ist als ein duales System geordnet. Es gibt zwei öffentlich rechtliche Anstalten und die privaten Rundfunkanbieter. Hier kommt dann auch noch der nichtkommerzielle Lokalfunk hinzu. Die Landemediengesetzte bewerten diese eigenständig. Die Landesmedienanstalten sind für die privaten und nicht kommerziellen Anbieter verantwortlich. Aufsichtbehörden regeln die Frequenzvergabe und die Lizenzierung.

Störfreier Rundfunk

Vielleicht hat der ein oder andere schon einmal überlegt, wie es möglich ist, dass die Rundfunk Sender sich nicht gegenseitig stören. Möglich ist es nur, weil jeder einzelne Sender eine Sendefrequenz zugeteilt bekommen hat. Diese werden als Eichfrequenzen genutzt. Auch der Fernsehen Rundfunk ist auf eine ähnliche Weise geregelt. Jeder Sender hat seinen Sendebereich, auf dem er senden darf. Hier sind es ebenfalls Frequenzen, die dem Sender zugeteilt werden.

Unterschiede vom Internet Rundfunk

Internet Rundfunk wird auch als Broadcasting bezeichnet. Es unterscheidet sich von der konventionellen Art in einigen Punkten. Zum einen sind die Zahlen der Rezipienten, also der Bandbreitenprobleme, sehr gering. Außerdem kann es hier auch nicht zu einer Frequenzknappheit kommen, sodass auch die kleinen Sender eine Chance haben, ihre Sendungen zu übertragen. Nachteilig ist sicherlich, dass es keine Qualitätsgarantie gibt und man sich bei dem ein, oder anderen, Sender mit einer eher schlechteren Qualität zufriedengeben muss.

Im Grunde hat der Rundfunk eine ganz klare Aufgabe. Er soll einfach zur Meinungsbildung in der Öffentlichkeit beitragen. Damit diese Aufgabe zu erfüllen ist, muss die Meinung auch beeinflussbar sein. Dies wiederum ist nur dann möglich, wenn die Informationen in die Öffentlichkeit gelangen, was nur durch die Übertragung mittels Rundfunk möglich wird.

Fotourheber: Tsian – Fotolia

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